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Kernel Crash bei Fireware 10.2.x

Im Zusammenhang mit meinem Posting “Upper Port Problem bald gelöst” vom 08.01.09 kam folgende Frage auf: “Wie kann man feststellen, ob/wann überhaupt ein Kernel Crash aufgetreten ist?” Hier die Antwort: Starten Sie den WatchGuard System Manager (WSM), verbinden Sie sich mit Ihrer Firebox und rufen Sie über Rechtsklick den Firebox System Manager auf. Gehen Sie dort auf die Registerkarte “Status Report” und scrollen Sie bis ganz unten. Endet die Anzeige mit

** Routing Protocol (BGP)
**
bgp is not enabled

liegt kein unmittelbarer Kernel Crash vor. Gibt es darunter jedoch noch ein paar Zeilen zum Thema VM Dump, dann sind ein oder mehrere Kernel Crashes aufgetreten:

**
** VM Dump
**
Found kernel crash, time of crash was Sun Jan 11 21:14:26 2009
Crash dump data recovered on Sun Jan 11 21:15:08 CET 2009
Crash dump data saved in /var/log/vmdump/vmdump.3.

In diesem Beispiel bedeutet die Ziffer 3 ganz zum Schluss, dass aktuell sogar vier Kernel Crashes in den internen Support Logfiles der WatchGuard Firebox protokolliert sind. Ein Kernel Crash löst anschließend einen Reboot der Firebox aus.

“Wie kann ich die internen Support Logfiles auslesen?”

Antwort: Ganz rechts unten in der Ecke des Status Reports (vgl. auch den o.g. Screenshot) findet sich ein Button “Support…”:

Mit Klick auf “Retrieve” kann man alle internen Logfiles in einer gemeinsamen Datei namens support.tgz auf die Windows Management-Station herunterladen. Dort kann sie z.B. mit Hilfe von WinZip oder WinRAR ausgepackt werden. Im Unterverzeichnis varlogvmdump finden sich im aktuellen Beispiel die Dateien vmdump.0, vmdump.1, vmdump.2 und vmdump.3 – jeweils mit Datum und Uhrzeit des tatsächlichen Kernel Crashes:

Da alle Uhrzeiten recht ähnlich sind, liegt ein Vergleich mit den Uhrzeiten der 24-stündigen T-DSL Zwangstrennung durch die Telekom nahe (adsl.log). Und siehe da: ja, passt. Im vorliegenden Beispiel steht die T-DSL-Zwangstrennung im direkten Zusammenhang mit den Kernel Crashes… 🙁

Neue Software-Versionen 10.2.6

Mit heutigem Datum (12.12.2008) wurden die Software-Versionen WatchGuard System Manager (WSM), Fireware und Edge 10.2.6 im Download-Bereich der WatchGuard-Website bereit gestellt. Dort steht auch eine neue Version 10.2.6 des WatchGuard SSL VPN Client bereit. Nach der Installation von 10.2.6 in unserem Produktiv-System waren keine negativen Auswirkungen erkennbar. Alle vorkonfigurierten BOVPN-Tunnel kamen erfolgreich wieder hoch, auch die Mobile User VPN Einwahl verlief erfolgreich…

XML-Konfigurationsdatei auf anderes Modell portieren

Nach etwas Urlaub nun wieder etwas Arbeit… 🙂 Eine urspünglich für ein bestimmtes Modell erstellte XML-Konfigurationsdatei kann auch für alle anderen X Core und X Peak Modelle mit Fireware angepasst und verwendet werden. Hierzu wird die Datei mit dem Policy Manager geöffnet und bei Setup > System > Firebox Model wird das neue Modell ausgewählt. Ändert sich dadurch die Anzahl der an der Hardware vorhandenen Netzwerk-Interfaces, erscheint eine Warnmeldung:

Nach dem Klick auf Ja kommt folgende Bestätigung und die Konfiguration kann dann entsprechend weiter angepasst werden:

Ein kleines Problem tritt auf, wenn die Modellnummer des neuen Geräts NIEDRIGER ist als die in der Konfigurationsdatei (X550e ist zum Beispiel niedriger als X700, X5000 ist niedriger als X5500e)! Dann verweigert der Policy Manager nämlich zunächst den Modellwechsel (“The model number must not be lower than the base model:Xxxx”):

Der Trick besteht nun darin, vorher die XML-Konfigurationsdatei mit einem Texteditor zu öffnen (der Default Pfad zu den Konfig-Dateien ist Eigene DateienMy WatchGuardconfigs). Relativ weit oben in der XML-Datei (etwa um die achte Zeile herum) befindet sich der Tag

< base-model > X5500e < / base-model > .

Diese Zeile muss komplett GELÖSCHT werden. Anschließend die XML-Datei speichern und mit dem Policy Manager öffnen. Dann sollte die Modelländerung problemlos vonstatten gehen… Eine Modelländerung ist ja auch immer mit einem Wechsel der Hardware/Seriennummer verbunden. Natürlich muss daher auch immer der Feature Key ausgetauscht werden: Setup > Feature Keys. Alten Feature Key removen, neuen Feature Key importieren.

Neue Software-Versionen

Die Version 10.2.4 soll am Montag, 17.11.08, amerikanischer Zeit zum Download über die WatchGuard-Website bereitgestellt werden. Hier soll sich speziell die Funktion Single Sign On bei Verwendung von User Authentication in Verbindung mit Active Directory verbessern. Bislang hatte der SSO Agent auf dem Domänencontroller Schwierigkeiten mit PCs, an denen mehrere wechselnde Benutzer arbeiten oder Dienstkonten genutzt werden (z.B. für Backup- oder Antivirus-Software). Mit 10.2.4 soll ein zusätzlicher Software-Client bereitgestellt werden, der – auf den PCs installiert – die Erkennung des aktiven Benutzerkontos für den Agent vereinfacht.
Vor Weihnachten soll dann noch eine Version 10.2.5 erscheinen, bevor dann Ende Januar mit dem nächsten Major Release Fireware 11 zu rechnen ist.

Zwei Versionen der Fireware 10.2.3

Die ursprüngliche Veröffentlichung der Fireware 10.2.3 vom 07.10.08 ist offenbar fehlerhaft. Der Installer fireware10_2_3.exe, der am 07.10.08 zum Download bereitgestellt wurde, wurde am 14.10.08 durch eine neuere Version – allerdings mit gleichem Dateinamen (!) ersetzt. Die Versionen erkennen Sie nur an der so genannten Build-Nummer: Gehen Sie auf Ihrer WatchGuard Management-Station in das Verzeichnis C:ProgrammeGemeinsame DateienWatchGuardresourcesFireware10.2. Überprüfen Sie dort den Dateinamen der *.wgf und *.wgu Dateien. Finden Sie dort fbx_ta-10.2-b192439.wgf bzw. FW1020B192439.wgu (entspricht Build 192439), dann haben Sie die ALTE Version der Fireware 10.2.3. Bei fbx_ta-10.2-b193535.wgf bzw. FW1020B193535.wgu (entspricht Build 193535) haben Sie die NEUE Version!
Ich empfehle dringend, auf die NEUE Version umzusteigen. In einem Kundenprojekt hat sich z.B. gezeigt, dass bei der alter Version jedesmal die BOVPN-Tunnel unterbrochen werden, wenn eine simple Konfigurationsänderung gespeichert wurde. Dieses Fehlverhalten war dann mit der neuen Version wieder verschwunden. Der Installer des WSM hingegen hat sich nicht geändert.