WatchGuard kündigt neue Switches für 2027 an – und weitere News im Überblick

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WatchGuard erweitert seine Unified Security Platform um zahlreiche neue Produkte und Funktionen. Neben neuen Firebox- und WLAN-Lösungen stehen dabei vor allem Cloud Security, Managed Detection and Response (MDR), Secure Access und KI-gestützte Sicherheitsfunktionen im Fokus.

Ein besonderer Ausblick betrifft das Jahr 2027: WatchGuard plant eine neue Familie cloudgemanagter Switches, die im Frühjahr 2027 verfügbar werden soll.

Doch bevor es so weit ist, stehen bereits mehrere neue Produkte und Funktionen zur Verfügung. Andere Neuerungen befinden sich aktuell noch im Beta-Programm.

In diesem Blog-Artikel fassen wir die wichtigsten WatchGuard Neuheiten übersichtlich zusammen.

WatchGuard Switches: Neue cloudgemanagte Switches für Frühjahr 2027

Eine der interessantesten Ankündigungen betrifft eine neue Familie von cloudgemanagten WatchGuard Switches. Die Switches sollen bereits im Frühjahr 2027 verfügbar sein und verschiedene Einsatzbereiche abdecken.

Geplant sind Switches für:

  • Niederlassungen und kleinere Standorte
  • WLAN- und Netzwerkumgebungen
  • größere Unternehmensnetzwerke

Der Fokus liegt dabei auf einer möglichst einfachen Bereitstellung und zentralen Verwaltung über die Cloud. Damit erweitert WatchGuard seinen bisherigen Schwerpunkt auf Firewalls, WLAN und Security Services um einen weiteren wichtigen Baustein der Netzwerkinfrastruktur. Für Unternehmen und Managed Service Provider dürfte insbesondere die zentrale Verwaltung interessant sein. Netzwerkkomponenten lassen sich perspektivisch stärker mit den bereits vorhandenen Sicherheits- und Managementfunktionen von WatchGuard verbinden.

Bereits verfügbar: Neue WatchGuard Produkte und Funktionen

Ein Teil der angekündigten Neuerungen ist bereits allgemein verfügbar. Dazu gehören neue Firebox-Hardware, eine erweiterte Security Suite, Wi-Fi 7 sowie neue Funktionen für Cloud Security und MDR.

Firebox T175: Mehr Leistung für kompakte Standorte

Mit der WatchGuard Firebox T175 erweitert WatchGuard sein Firebox-Portfolio um eine kompakte Appliance mit hoher Performance.
Die T175 erreicht bis zu 2,35 Gbit/s UTM Full Scan Throughput und bietet unter anderem:

  • 10G-SFP+-Konnektivität
  • Multi-Gigabit-Kupferports
  • zwei Stromanschlüsse
  • kompakte Desktop-Bauform

Damit eignet sich die WatchGuard Firebox T175 insbesondere für wachsende Unternehmen, bei denen moderne Netzwerkanschlüsse und hohe Sicherheitsleistung gefragt sind.

WatchGuard Prime Security Suite: Mehr Sicherheit und Transparenz

Die Prime Security Suite reiht sich zwischen der Basic Security und der Total Security Suite ein.

Zum Leistungsumfang gehören im Vergleich zur Basic Security Suite zusätzlich der APT Blocker, DNSWatch zum Schutz vor schädlichen Domains sowie Funktionen zur Erkennung und Bewertung von Shadow AI. Außerdem erhöhen sich die Aufbewahrungszeiten von Protokolldaten in der WatchGuard Cloud von 45 auf 90 Tage.

Für Unternehmen bedeutet das vor allem mehr Transparenz darüber, welche Aktivitäten im Netzwerk und in Anwendungen stattfinden. Gleichzeitig sollen moderne und zunehmend komplexe Bedrohungen besser erkannt und blockiert werden können.

Neuer Access Point WatchGuard AP340 mit Wi-Fi 7

Auch das Thema Secure Wi-Fi erhält ein Update. Mit dem WatchGuard AP340 erweitert WatchGuard sein WLAN-Portfolio um einen Access Point mit Wi-Fi 7.

Der AP340 unterstützt unter anderem:

  • Wi-Fi 7
  • Tri-Band-Konnektivität
  • das 6-GHz-Frequenzband
  • 10-GbE-Konnektivität

Ein separates Scan-Radio überwacht kontinuierlich die WLAN-Umgebung, ohne die Kapazität für die verbundenen Endgeräte zu reduzieren.

Die Verwaltung erfolgt zentral über die WatchGuard Cloud. Unternehmen können so ihre WLAN-Infrastruktur zentral überwachen und potenzielle Störungen oder Probleme schneller erkennen.

CloudDR: Shadow IT und Shadow AI im Blick behalten

Mit WatchGuard CloudDR erweitert WatchGuard seine Möglichkeiten zur Erkennung und Bewertung von Cloud-Anwendungen.

CloudDR unterstützt unter anderem Microsoft 365, Google Workspace und mehr als 40 weitere SaaS-Anwendungen. Dabei können beispielsweise Anwendungen, Benutzer, Berechtigungen und die Vertrauenswürdigkeit von Anbietern analysiert werden.

Das hilft Unternehmen dabei, Shadow IT und Shadow AI sichtbar zu machen und entsprechende Risiken besser zu kontrollieren.

Je nach Ergebnis können Anwendungen freigegeben, Zugriffe eingeschränkt oder andere Maßnahmen zur Risikoreduzierung eingeleitet werden.

FireCloud-Integration mit CloudDR

Auch die Integration von FireCloud mit CloudDR ist inzwischen verfügbar.

Die von FireCloud gelieferten Telemetriedaten können dabei helfen, SaaS- und KI-Dienste zu erkennen, die von verwalteten Geräten genutzt werden – auch dann, wenn beispielsweise persönliche Accounts oder nicht offiziell freigegebene Dienste zum Einsatz kommen.

Damit lässt sich die tatsächliche Nutzung von Cloud- und KI-Anwendungen umfassender erfassen.

WatchGuard MDR: Neues Dashboard und Reporting

WatchGuard hat außerdem das Kunden-Dashboard und das Reporting für Managed Detection and Response (MDR) erweitert.

Die neuen Übersichten und Monatsberichte bündeln wichtige Informationen zur Sicherheitslage, darunter erkannte Bedrohungen, laufende Untersuchungen, Schwachstellen und Entwicklungen über verschiedene Bereiche wie Endpoint, Netzwerk, Identity und Cloud hinweg. Ergänzende Kennzahlen und eine CVE-Übersicht helfen dabei, Risiken und notwendige Maßnahmen besser einzuschätzen.

MDR Vulnerability Management

Mit MDR Vulnerability Management erweitert WatchGuard sein Managed-Security-Angebot um netzwerkbasierte Schwachstellenscans.

Die Funktion hilft dabei, bekannte Schwachstellen und potenzielle Sicherheitslücken in der Kundenumgebung zu identifizieren. Die Ergebnisse unterstützen Unternehmen bei der Planung geeigneter Gegenmaßnahmen und bei regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen. MDR Vulnerability Management ist nur für Kunden des WatchGuard-MDR-Services erhältlich.

Neue WatchGuard Funktionen im Beta-Programm

Neben den bereits verfügbaren Neuerungen entwickelt WatchGuard weitere Funktionen, die derzeit im Beta-Programm getestet werden. Dazu gehören vor allem KI-gestützte Sicherheitsanalysen, erweitertes Netzwerkmanagement und neue Zugriffsmöglichkeiten.

Rai: KI-Unterstützung für Security-Teams

Mit Rai baut WatchGuard seine KI-gestützten Funktionen für Sicherheits- und IT-Teams aus. Die angekündigten Angebote umfassen verschiedene Assistenten und Analysefunktionen, die unterschiedliche Aufgaben im Sicherheitsbetrieb unterstützen sollen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Hey Rai: Ein KI-Assistent für die Interaktion mit WatchGuard-Funktionen.
  • Rai Analyst: Unterstützung bei der Analyse sicherheitsrelevanter Informationen.
  • Rai Auditor: Unterstützung bei Prüfungs- und Audit-Aufgaben.

Weitere angekündigte Funktionen betreffen die Unterstützung im Customer Success, die Integration externer KI-Workflows über MCP sowie einen Support Help Assistant. Einige dieser Funktionen sind Teil der breiter angelegten Rai- und Insights-Hub-Erweiterungen.

Da sich die entsprechenden Neuerungen noch im Beta-Programm befinden, sollten Unternehmen die weitere Entwicklung und die konkrete Verfügbarkeit im Blick behalten.

WatchGuard Network Management: Zentrale Netzwerkverwaltung

Das geplante WatchGuard Network Management soll Netzwerkgeräte automatisch erkennen und Informationen zu Topologie, Inventar, Performance und Verfügbarkeit zentral in WatchGuard Cloud bereitstellen.

WatchGuard Access App und FireCloud Network Access

Die WatchGuard Access App vereint die AuthPoint-Identitätssicherheit und den sicheren FireCloud-Zugriff in einem einzigen Client, mit einem einheitlichen Anmeldeverfahren und über ein zentrales Portal.

FireCloud Network Access ermöglicht einen sicheren, cloud-verwalteten Zugriff auf private Netzwerke und Netzwerksegmente. Es bietet Unternehmen einen praxisorientierten Weg zur Modernisierung des Fernzugriffs, während weiterhin vertraute IP-basierte Ressourcen genutzt werden können.

Firebox Shadow AI Visibility: Mehr Transparenz bei KI-Anwendungen

Die Nutzung generativer KI und cloudbasierter Anwendungen stellt Unternehmen vor neue Sicherheitsfragen. Mit Firebox Shadow AI Visibility will WatchGuard mehr Transparenz über die Nutzung solcher Anwendungen schaffen.

Die Funktion nutzt Firebox-Telemetriedaten, um Hinweise auf die Verwendung von SaaS- und KI-Anwendungen zu liefern. Dadurch sollen Unternehmen besser nachvollziehen können, welche Anwendungen in ihrer Umgebung genutzt werden, und mögliche Risiken gezielter bewerten.

Fazit: WatchGuard baut seine Security-Plattform weiter aus

Die aktuellen Ankündigungen zeigen, wie WatchGuard Netzwerk-Sicherheit, Cloud Security, Secure Wi-Fi, MDR und KI-gestützte Funktionen stärker miteinander verbindet.

Während Produkte wie die Firebox T175, der AP340 und CloudDR bereits verfügbar sind, befinden sich weitere Funktionen noch im Beta-Programm. Mit den neuen WatchGuard Switches für Frühjahr 2027 steht zudem die nächste größere Portfolio-Erweiterung bevor.

Für Unternehmen und Managed Service Provider bleibt damit besonders interessant, wie sich Netzwerk- und Sicherheitskomponenten künftig zentral über die WatchGuard Unified Security Platform verwalten lassen.

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