Was ist ein Virtual Private Network (VPN)?

Ein VPN ist eine Technologie, mit der man Computer oder Netzwerke sicher über ein öffentliches und daher zunächst "unsicheres" Transportnetz (Internet) miteinander verbinden kann.

 

Wie funktioniert ein VPN?

Bei einem VPN werden die Datenpakete (IP-Pakete), die zwischen zwei befreundeten Computern / Netzwerken ausgetauscht werden sollen, in verschlüsselte Datenpakete eingepackt. Da nur die beiden Endpunkte der Verbindung über die Entschlüsselungscodes verfügen, kann niemand sonst diese Pakete entziffern. Am Endpunkt des VPN entpackt der VPN-Router (meistens Firewall mit VPN-Funktion) das Paket und sendet den Inhalt in das interne Netz weiter – dies ist für das System vollkommen transparent und deshalb spricht man auch oft von einem Tunnel.

 

Welche Vorteile bringt ein VPN?

Mit einem VPN kann man die Kostenvorteile von günstigen Internetverbindungen gegenüber teuren Festverbindungen (ISDN / SxM-Standleitungen) für die Vernetzung von Unternehmensstandorten nutzen. Hierbei steigt der Kostenvorteil mit der Anzahl der Standorte und der Entfernung zwischen den Standorten, da die Kosten für Internetverbindungen entfernungsunabhängig sind.

 

Mögliche Einsatzbereiche der VPN-Technologie

 

  • Verbindung mehrerer Unternehmensstandorte (Niederlassungen, Außenstellen, Tochterfirmen)
  • Anbindung externer Mitarbeiter im Home-Office
  • Einwahl (Remote Access) von mobilen Außendienstmitarbeitern (Mobile Office)
  • Fernwartung/Überwachung von entfernten Computersystemen durch die Administratoren
  • Absicherung sensibler Daten in einem lokalen Netzwerk
Small Business VPN
Preiswerter Einstieg in die VPN-Vernetzung auf der Basis von günstigen Standard T-DSL-Anschlüssen (monatliche Kosten ca. 30-60 Euro pro Standort). Typische Beispiele sind: Anbindung von Geschäftsführerwohnung oder Außendienstbüro(s) an den Betrieb; kleinere Filialbetriebe (Bäckereien, Metzgereien); Verbindung zwischen Gemeindeverwaltung und abgesetztem Bürgerbüro, Bauhof, Wasserwerk oder Kindergarten.
Enterprise VPN
Realisierung auf der Basis mindestens einer Internet-Standleitung mit festen IP-Adressen (typischerweise am Hauptstandort des Unternehmens). Bei den Außenstellen kann der Internet-Zugang je nach tatsächlichem Bandbreitenbedarf und Kostenrahmen ausgewählt werden - vom günstigen Standard T-DSL 1000 bis hin zur Internet-Standleitung.
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Wikipedia weiß über VPN:
Ein Virtual Private Network (VPN) (dt.: Virtuelles Privates Netz) ist ein Computernetz, das zum Transport privater Daten ein öffentliches Netz (zum Beispiel das Internet) nutzt. Es ermöglicht somit eine sichere Übertragung über ein unsicheres Netzwerk. Teilnehmer eines VPN können Daten wie in einem internen LAN austauschen. Die einzelnen Teilnehmer selbst müssen hierzu nicht direkt verbunden sein. Die Verbindung über das öffentliche Netz wird üblicherweise verschlüsselt. Der Begriff „Private“ impliziert jedoch nicht, wie vielfach angenommen, dass es sich um eine verschlüsselte Übertragung handelt. Eine Verbindung der Netze wird über einen Tunnel zwischen VPN-Client und VPN-Server ermöglicht. Meist wird der Tunnel dabei gesichert, aber auch ein ungesicherter Klartexttunnel ist ein VPN.